Heim Nachricht Pokémon-Go-Entwickler bringt Betrugsregeln angesichts von Exploit-Unklarheiten ins Klare

Pokémon-Go-Entwickler bringt Betrugsregeln angesichts von Exploit-Unklarheiten ins Klare

Autor : Stella Aktualisieren : Jan 16,2026

Eine jüngste Welle der Besorgnis hat die Pokémon-Go-Community erfasst, ausgelöst durch eine Warnung, die einem erfahrenen Spieler zugeschrieben wird und angeblich eine Nachricht vom Entwicklungsteam des Spiels übermittelt. Die Warnung konzentriert sich auf einen weit verbreiteten Exploit, der es Spielern ermöglicht, mit Spielstandorten – insbesondere Raid-Lobbys – aus leicht vergrößertem Abstand zu interagieren, typischerweise unter Verwendung eines Täglichen oder Premium-Raid-Passes anstelle des erforderlichen Fern-Raid-Passes. Diese Methode, im Spielerjargon als "Flying", "Floating" oder "Tricking" bekannt, steht nun unter Beschuss, mit der Behauptung, sie verstoße gegen die Nutzungsbedingungen des Spiels und könne zu Kontostrafen, einschließlich dauerhafter Sperren, führen.

Die Kontroverse geht auf eine in Spielergemeinschaften kursierende Nachricht zurück, die angeblich von einem vertrauenswürdigen Community-Botschafter stammt, der direkte Einblicke von Niantic erhalten haben will. Laut der Warnung sind die Entwickler über den Exploit informiert und stufen seine Nutzung als Verstoß gegen die Anti-Cheat-Richtlinien des Spiels ein. Auch wenn der Exploit nicht auf Drittanbieter-Apps oder GPS-Spoofing beruht, manipuliert er unbeabsichtigtes Spielverhalten und ermöglicht den Zugriff auf Raids knapp außerhalb des normalen 40-Meter-Radius – oft innerhalb von 100 Metern. Viele Spieler argumentieren, dies sei lediglich eine kleine Umgehungslösung und kein bösartiges Cheaten, insbesondere im Vergleich zu schwerwiegenderen Verstößen wie Standortfälschung oder Account-Farming.

Die Nutzungsbedingungen verstehen

Um die Situation zu klären, hat sich IGN für einen Kommentar an Niantic gewandt. Die Antwort lenkte die Aufmerksamkeit zurück auf die offiziellen Nutzungsbedingungen von Pokémon Go, insbesondere auf Abschnitt 3.1 über Cheaten:

3.1 Cheating
Niantic untersagt Cheaten, und wir ergreifen ständig Maßnahmen, um unsere Anti-Cheat-Maßnahmen zu verbessern. Cheaten umfasst jede Handlung, die versucht oder tatsächlich das normale Verhalten oder die Regeln eines Dienstes verändert oder beeinträchtigt. Cheaten umfasst, ist aber nicht beschränkt auf folgendes Verhalten, in eigenem Namen oder im Namen anderer:
- Unbefugter Zugriff auf Dienste (einschließlich der Nutzung modifizierter oder inoffizieller Drittanbieter-Software);
- Spielen mit mehreren Konten für denselben Dienst;
- Kontoteilung;
- Anwendung jeglicher Techniken zur Veränderung oder Fälschung des Gerätestandorts (z. B. durch GPS-Spoofing); und/oder
- Verkauf oder Handel von Konten.
Apps funktionieren möglicherweise nicht auf Geräten, bei denen Niantic Cheaten feststellt oder vernünftigerweise vermutet, und Niantic bietet keinen Support für Spieler, die zu cheaten versuchen. Sie stimmen zu, dass Niantic jede gesetzlich zulässige Methode anwenden kann, um Cheaten, Betrug und anderes nach diesen Bedingungen verbotenes Verhalten zu erkennen und darauf zu reagieren, einschließlich der Überprüfung Ihres Geräts auf die Existenz von Exploits oder Hacking und/oder unbefugter Software. Weitere Informationen finden Sie in den Richtlinien und unserer Datenschutzrichtlinie.

Auch wenn der betreffende Exploit kein GPS-Spoofing oder Drittanbieter-Tools beinhaltet, könnte er argumentativ unter die weiter gefasste Definition des "Veränderns oder Beeinträchtigens des normalen Verhaltens" des Spiels fallen. Dieselben Nutzungsbedingungen verbieten jedoch auch ausdrücklich Multi-Accounting – eine unter engagierten Spielern verbreitete Praxis –, die weitgehend nicht durchgesetzt wird. Diese Inkonsistenz hat zu Skepsis geführt, ob Niantic tatsächlich beabsichtigt, Nutzer für die Anwendung des Raid-Exploits aktiv zu bestrafen.

Reaktion der Community und die Grauzone von Exploits

Die Spielerbasis ist gespalten. Einige sehen den Exploit als harmlose Erleichterung, die den Zugang verbessert, besonders für Spieler mit eingeschränkter Mobilität oder Internetverbindung. Andere erkennen ihn als technischen Verstoß an, selbst wenn er geringfügig ist, und unterstützen eine mögliche Entfernung, um Fairness zu wahren. Die Unklarheit der Warnung – ihre Herkunft, ihr Tonfall und ihre Durchsetzungsimplikationen – hat die Verwirrung nur noch vertieft.

Angesichts der Vorgeschichte von Niantic, nachweisbares, großangelegtes Cheaten gegenüber geringfügigen Exploits zu priorisieren, scheint eine breite Durchsetzung dieses speziellen Problems kurzfristig unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz bleibt der Exploit ein unbeabsichtigtes Verhalten, und seine Fortexistenz ist nicht garantiert. Auch wenn unmittelbare Kontostrafen unwahrscheinlich erscheinen, sollten sich Spieler bewusst sein, dass jede Aktivität, die den Nutzungsbedingungen widerspricht, ein inhärentes Risiko birgt.

Letztlich wird die Debatte wohl weitergehen, solange es keine offizielle Stellungnahme von Niantic zur Klärung ihrer Haltung gibt. Derzeit existiert der Exploit in einer Grauzone – weder gebilligt noch aktiv bestraft, aber unter der wachsamen Aufsicht eines Entwicklungsteams, das der Wahrung der Integrität des Spielerlebnisses verpflichtet ist.

[ttpp]